Erinnerungen

 

Überblick über die Entwicklung der Feuerwehr Bonn


1672  Die Bauordnung des Kurfürsten Max Heinrich erwähnt eine selbst aufgestellte Brandordnung und geht von bestimmten Einrichtungen zur Verhütung und Bekämpfung von Bränden aus.

Außerdem wurde eine Turmwache auf St. Remigus und ein Bürgerhaus erwähnt, in dem Geräte zur Brandbekämpfung untergebracht waren.

 
1698  In der Polizeiordnung von Kurfürst Josef Clemens wurde der Ausbau des Turmwachdienstes gefordert.

 
1730  Von Kurfürst Clemens-August wird eine Brandordnung erlassen.

 
1777  Das kurfürstliche Residenzschloss brennt im Januar in vier Tagen völlig nieder. Bei dem Brand kommen mindestens 15 Menschen ums Leben. Durch das Flugfeuer werden 13 weitere Brände ausgelöst, die viele Gebäude zerstören. Die späte Alarmierung durch die Turmwache und die unkoordinierte und wenig leistungsfähige Brandbekämpfung sollen ursächlich gewesen sein.

Brand der Residenz vom heutigen Martinsplatz gesehen. (StA Bonn Bildslg.)

 

1858  Bürgermeister Leopold Kaufmann erlässt einen Aufruf an die Bürgerschaft zur Einrichtung einer Feuerwehr, wie sie in anderen Städten bereits bestand. Der Erfolg war aber gleich Null, es meldete sich niemand zum Dienst.


1862  Die "Bonner Turner-Feuerwehr" besteht aus 60 Mann, ist uniformiert und besitzt eine eigene, von einer Feuerversicherung gespendete Spritze.


1863  Die Turner-Feuerwehr tritt mit einer Übung auf dem Markt an die Öffentlichkeit. Die Feuerwehr Bonn ist gegründet.


1866  Bei zwei großen Bränden wird offensichtlich, dass die Organisation und Stärke der Feuerwehr erhöht werden muss.

 

 

Das erste Feuerwehrgerätehaus, man nannte es damals „Spritzenhaus", wurde im ehemaligen Kapitel-Kelterhaus des Cassiusstiftes eingerichtet und durch eine Stationslaterne die ganze Nacht erleuchtet. Es befand sich neben der Münster-kirche mit der hellen Umrandung das Tor des Spritzenhauses. (Heute befindet sich dort das Münster-Carré). Rechts daneben befand sich der Eingang zum Waisen-haus (welches schon halb abgerissen ist). Hier ist heute die Gangolfstraße. Vor den Eingang des Spritzenhauses kam 1902 der Martinsbrunnen, der als Kopie bis heute noch dasteht.

In dem Spritzenhaus befanden sich eine zweirädige und drei vierrädige  Spitzen, ein Gerätewagen, ein "Hydrophor"  und eine Anzahl von Leitern, Haken, Schläuchen und Eimern. 

  

1888  Am 23. März wird bei einem Brand  Dachstuhl und  Dachreiter der um 1300 erbauten Minoritenkirche (seit 1806 St. Remigius) zerstört.  

 

Brand der Remigiuskirche am 23. März 1888

 

Nach dem Brand wird die "Brandordnung für die Gemeinde Bonn" erlassen. In dieser und folgenden Brandordnungen wurde festgelegt, wer die verschiedenen "Brandspritzen" zu besetzten hatte. Acht solcher Spritzen waren im Stadtgebiet verteilt.

Die letzte Brandordnung hatte schon erste Anzeichen einer Pflichtfeuerwehr und blieb bis 1877 in Kraft.


1900  Auf Beschluss der Stadtverwaltung wird in den Ortsteilen Dransdorf und Graurheindorf eine Freiwillige Feuerwehr gegründet und der Bonner Feuerwehr unterstellt.

Nach und nach schließen sich auch die damaligen Ortsteil-Feuerwehren in Poppelsdorf, Endenich, Kessenich und Dottendorf in der Feuerwehr Bonn zusammen.


1905  Einweihung der Feuerwehrkaserne (Feuerwache Maxstraße).

 

Mit dem Bau der Feuerwache wurde 1904 begonnen. Die Übergabe erfolg-te  am 13.8.1905. Die Wache wurde von einem Führer und acht Wehrleuten bezogen, die ih-ren Beruf zu Hause ausüben konnten und dadurch tagsüber bei Ausbruch eines Brandes sofort verfügbar waren. Die Feuerwache war bis 1973 in Betrieb. Im Zuge des Neubaus des Stadthauses wurde sie 1974 abgerissen.

 

1912  Eine Feuermeldeanlage (Kosten 3.000 Goldmark) wird in Betrieb genommen und bleibt es bis 1965.

 

Die Feuermeldeanlage steht heute im Foyer der Feuerwache 1

 

Die geschmückte Feuerwache am 09.08.1924, anlässlich des 27. Verband- tages des Feuerwehrverbandes der Rheinprovinz, mit den Fahrzeugen Drehleiter, Löschgruppenfahrzeug, Gasspritze und Krankenwagen( v.l.)

 

 

1924 Übung im Hofgarten anlässlich de 60jährigen Stiftungsfestes.

  

1933   Die Feuerwehr Bonn wird 70 Jahre.

Die Feuerwehr im Jubiläumsjahr

  

1933 Übung an der Stiftskirche

 

 1941  Der Reichsminister des Innern hat mit Runderlass bestimmt, dass in der Stadt Bonn eine hauptamtliche Feuerschutzpolizei eingerichtet werden muss.

 

1945  Durch Anordnung der Militärregierung wird die bis dahin geführte Einrichtung Feuerschutzpolizei in Berufsfeuerwehr umbenannt. Die Frei-willige Feuerwehr wird dieser unterstellt. Ihre Stärke darf 99 Mann nicht überschreiten

 

1957 Ein Großbrand Marienhospital in der Nacht vom 17. auf den 18. April hinterließ dank des gemeinschaftlichen Einsatzes der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr keine irreparablen Schäden.

 

 

1963 Wassereinbruch MS Europa 

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1969  Nach der kommunalen Neugliederung wurden auch die Feuerwehren aus Bonn, Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg zusammen geführt.


1971  Einführung des Notarztdienstes (Rendezvousystem).

Notarzt- und Rettungswagen

 

1973  Inbetriebnahme der Feuerwache 1 Lievelingsweg

 

Richtfest der neuen Feuerwache. Branddirektor Diekmann (li) Oberstadtdirektor Hesse (3.vl) Beigeordneter Dr. Eggert (re)

 


 

Leitstelle Feuerwache 1
Leitstelle Feuerwache 1


 

1988  Einweihung des Ausbildungszentrum in der Feuerwache 2.

Einweihung Ausbildungszentrum

 

1996   25 Jahre Notarztdienst  

Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) mit den Besatzungen
Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) mit den Besatzungen vor dem Rathaus



1997  Einsatz der Berufsfeuerwehr beim Oderhochwasser in Oppeln. 

Konvoi zum Hochwassereinsatz nach Oppeln ist startbereit


2011 Ein Kriseninterventionsteam der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung des Auswärtigen Amtes im Ausland ist einsatzbereit.

Das Kriseninterventionsteam der BF Bonn

 

 2013 Die neue Leitstelle wird in Betrieb genommen. 

Neubau Leitstelle Grundsteinlegung OB Nimpsch, Branddiierektor Stein, Bez.Bürgermeister Kollig

  

©Stadt Bonn
In der Leitstelle koordinieren 27 Disponenten mit modernster Technik 365 Tage im Jahr rund um die Uhr die jährlich mehreren zehntausend Einsätze

 

2013  Die Feuerwehr Bonn wird 150 Jahre.


 

2014  Inbetriebnahme der Rettungswache 4

Die Rettungswache verfügt über eine Halle mit Stellplätzen für fünf  Farhr-  zeuge, ein Wachgebäude mit Hygiene- und Desinfektionseinrichtungen, vier Ruheräume, einen Schulungs- sowie einen Aufenthaltsraum. Im Unterge-   schoss sind Technikräume untergebracht. Die Kosten für den Bau betrugen  rund zwei Millionen Euro.

  

Im Beisein von Bonns Feuerwehr-Dezernent Wolfgang Fuchs, Feuerwehr- chef Jochen Stein und Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand ist am 3. Juli, in Lengsdorf die neue Rettungswache IV für den Stadtbezirk Hardtberg eingeweiht worden.


 2017 Eine starke Truppe
Erstmalig werden ab dem 1. August 15 Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn als Stammpersonal der Werkfeuerwehr auf dem Venusberg für Sicherheit sorgen.
Aufgeteilt in drei Wachabteilungen und unterstützt durch Springer der drei anderen Feuerwachen der Berufsfeuerwehr werden sie in 24 Stunden-Dienstschichten die Aufgaben der Werkfeuerwehr an 365 Tagen im Jahr übernehmen.
Lars Gödel, Leiter der Werkfeuerwehr, erklärt: „Zu den Tätigkeiten der Werkfeuerwehr zählen außer der schnellen Hilfe bei Not- und Unglücks-fällen fortan auch die brandschutztechnischen Unterweisungen aller Mitar-beiter der Uni Kliniken und regelmäßige Ortsbesichtigungen.

 

 

 

 

 

Feuerwachen

Feuerwache Maxstraße

 
Die Wache in den 1970er Jahren rechts der Anbau der Zentrale
Hofseite

 

Werkstatttrakt, Kfz Werkstatt, Waschhalle mit Schlauch- und Übungsturm, Atemschutzwerkstatt, Schuhmacherei und Funkwerktatt. Im Obergeschoss der Unterrichtsraum.
Hintere Hofseite, hier waren u.a. die Reservefahrzeuge untergebracht
Südtrakt: In der Mitte die Wellblechhalle als Boxen für Sonderfahrzeuge. Dahinter der freie Blick über den Sternplatz zur Bornheimer und Mecken-heimer Straße wo früher die Heuerampel hing; heute Thomas-Mann-Straße.

     

Wachbesatzung in den 50er Jahren

 

Nachrichtenzentrale 1967

 

 Ausbildung

  

Grundausbildung 1962 mit HBM Engels

 

 

Hakenleiterübung

    Einsatzablauf Feuerwache Maxstraße 1971

Nach dem Alarmgong eilt die Besatzung zur Fahrzeughalle....

 

.... und besetzt die Einsatzfahrzeuge

 

Der Löschzug rückt aus....

 

... der Einsatzleiter vorweg


Der Löschzug "Magirus Rundhauber" in der ehemalige Meckenheimer Straße. Links steht heute das Stadthaus, im Hintergrund Gerichtsgebäude mit Gefängnis und die Türme der Stiftskirche ("Kuhle Dom")

 

 

Der brennende PKW wird mit Schnellangriff (S-Rohr) gelöscht

  

Nach dem Einsatz werden die Geräte verlastet. Das Fahrzeug ist wieder einsatzbereit.


1973 wurde die Feuerwache abgerissen

  

Heute steht hier das Stadthaus

 

Feuerwache 1 (Bonn-Zentrum) 


Feuerwache 1 Bonn-Zentrum Lievelingsweg 112

     

Leitstelle

 

 

 Feuerwache 2 (Beuel)

  

Bis 1970 diente dieses Haus als Feuerwache. In der Halle im Erdgeschoss stand das Tanklöschfahrzeug (TLF16), in den Garagen links im Hof Unfall- rettungs- (URW) und Krankenwagen (KTW).

 

Feurwacheb 2 Maarstrasse

 1971 Feuerwache 2 Maarstrasse


Feuerwache 3 (Bad Godesberg)

Feuerwache Michaelstraße

 

 

 

 

Zentrale

    

 

1974 Feuerwache Friesdorfer Straße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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